Grundschule

LERNRAUM RELIGION
Erfahrungsorientiertes Unterrichten
Gedanken - Bilder - Impressionen

Der erste Halbband der Arbeitshilfe Grundschule NEU für die Klassen 1 und 2 auf dem Markt. Und, vor dem Erscheinen des zweiten Halbbandes, ist ein Basisband für die Grundschule erschienen: Arbeitshilfe Religion NEU.
Die Unterrichtseinheit "Anfangsunterricht" bildet zusammen mit den "Basisbeiträgen" über den eigentlichen Anfangsunterricht hinausreichende didaktisch-methodische Impulse. Der Fokus liegt explizit auf den im Bildungsplan 2004 benannten "Übergreifenden Kompetenzen" und bietet im Blick auf die Ganztagesschulentwicklung Impulse für das Schulcurriculum und für fächerverbindendes Arbeiten. Im Folgenden finden Sie Links zu einzelnen Themenangeboten aus beiden Bänden. Mögen die Fotos, Bilder und Texte Sie anregen, Ihren eigenen „Lernraum Religion“ zu erschaffen!
Verbunden in der gemeinsamen Arbeit
um das spirituelle Wachstum „unserer Kinder“
grüße ich Sie herzlich
Brigitte Zeeh-Silva




Was bedeutet ERFAHRUNGSORIENTIERUNG?
Der Begriff der Erfahrungsorientierung bezieht sich auf die Anbahnung von Erlebnismomenten innerhalb des Unterrichts, welche im Deutungskontext Religion als religiöse (spirituelle) Erfahrung für die Kinder greifbar wird. Religiöse Erfahrungsmomente sind die Basis für eine individuelle Glaubensentwicklung im Kind. Elemente aus der Kräfteschulung tragen zur Selbststärkung des Kindes bei (Salutogenese: Innere Aufrichtung) und fördern sowohl die allgemeine, kreative Ausdrucksfähigkeit als auch die spirituelle Sprach- und Handlungsfähigkeit des Kindes.
Intention eines erfahrungsorienterten RU ist es, das Grundschulkind in seinem Kindsein wahrzunehmen, und eine ganzheitliche Lernumgebung für das religiöse Lernen zu eröffnen. Die einzelnen Methoden gehen über die ‚Kopf-Herz-Hand’-Orientierung hinaus und erweitern das subjektbezogene Lernangebot um das Spektrum der kindlichen ‚Ganzkörperlichkeit’, sichtbar bspw. im Begriff vom ‚Körperhaus’ sowie der Gewahrsamkeit von ‚Innen’ und ‚Außen’. Die Bilder der Kinder-Galerie (Link wird noch gesetzt)) lassen ein Lernen und Verstehen durch ein Erfahren mit allen Sinnen erkennen.
Das Kind wird nicht nur in seiner Präsenz als ‚Schulkind’ betrachtet (meist sitzend am, agierend um die im Raum angeordneten Tische und Stühle eines Klassenzimmers), sondern vielmehr als ein ‚Erfahrungs- und Handlungswesen’, welches sich permanent in einer Art eigendynamischem Lern- und Erlebnisprozess mit hohem senso-motorischem Aktivitätsstreben be- und empfindet. Zu diesem Spektrum gehört sowohl das Recht auf Stille als auch das Streben nach Ausdruck und Bewegung (Dynamik und Stille)
Dass sich kindliches Lernen und insbesondere religiös-spirituelles Lernen primär auf emotionaler, interaktiver Ebene anbahnt und die ‚Magie’ der sich öffnenden Lernfenster (auch auf der sich permanent weitenden, kognitiven Ebene) mit dem Faktor einer vertrauens- und liebevollen Lernumgebung gekoppelt ist, ist durch die Gehirn- und Lernforschung belegt. Diese Faktoren bilden die didaktische Linie beider Bände. Freude und Vertrauen sind die Grundlage für die Lernoffenheit der Kinder.
Unter dem Begriff Warm-Ups finden sich Übungen, die der Fokussierung der kindlichen Aufmerksamkeit dienen. Interaktive Übungen eröffnen den Kindern den achtsamen Umgang miteinander und bilden die Basis für das Vertrauen im „Lernraum Religion".
Alle Beiträge eignen sich sowohl für die ersten Unterrichtswochen und -monate als auch für situations- und prozessorientiertes Unterrichten. Die Unterrichtsideen sind so angelegt, dass sie auch einzeln und punktuell innerhalb der ersten vier Schuljahre angewendet werden können. Der RU erfährt durch das reichhaltige Spektrum an Methoden (Bsp.: Bodenbilder / Objektimpulse / Erlebnisgestalten), Kräfteschulungen, Ritualen, Basisbeiträgen (und mehr) eine Weitung, welche einen ‚Lernraum Religion’ im Sinne eines Übungs- und Interaktionsraumes für die Entwicklung von christlicher Orientierungs- und Handlungskompetenz zu eröffnen vermag.

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