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Religionsunterricht in der Pubertät

„Die enorm hohe Akzeptanz des Religionsunterrichts [in der Grundschule] lässt sich [in der Sekundarstufe I] nicht halten. Zwar besuchen ihn an allen Schularten gut die Hälfte der SchülerInnen gern, [jedoch] 16% nicht gern, die restlichen weder noch (58). Das Fach … rutscht ins hintere Drittel, an Haupt- und Realschulen ebenso wie am Gymnasium (59). Nach dem 14./15. Lebensjahr steigt die Beliebtheit wieder geringfügig".
(A. Bucher, Religionsunterricht zwischen Lernfach und Lebenshilfe, 3. Aufl. 2001, 142)
Dieses empirische Ergebnis entspricht der Erfahrung vieler Kolleginnen und Kollegen, die Religionsunterricht erteilen: Es gibt für das Fach Religion so etwas wie eine „pubertäre Beliebtheitsdelle“. (Anderen Fächern ergeht es in dieser Alterphase allerdings wohl nicht wesentlich besser!)
Deshalb hat das Dezernat 2 „Kirche und Bildung“ des Oberkirchenrates der Evangelischen Landeskirche Württemberg das Projekt „Religionsunterricht in der Pubertät“ angeregt. Gemeinsam mit den Schulen vor Ort werden Wege gesucht, dieser „pubertären Beliebtheitsdelle“ konstruktiv zu begegnen.
Dabei hat das Projekt eine zweifache Zielsetzung:  | In der ersten Phase (2001 – 2004) entwickeln die verschiedenen Teams aus staatlichen LehrerInnen, ReligionspädagogInnen, JugendreferentInnen und PfarrerInnen vor Ort für ihre Klassen 7 und 8 Unterrichtseinheiten bzw. Projekte, die in besonderem Maße auf ihre Klassen und die Pubertätsphase ihrer Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind. Die explorative Studie arbeitet mit Fragenbogen und problemzentrierten Interviews. Den Fragebogen füllen alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Projekts, nach Klasse 7 und am Ende aus. Die Leitfaden-Interviews finden am Ende des Projekts statt, einmal mit einer repräsentativen Gruppe von Schülerinnen und Schülern, zum andern mit den am Projekt beteiligten Kolleginnen und Kollegen. |
 | Die wissenschaftliche Auswertung des Projekts (2005 – 2006) bildet die zweite Phase. Ziel ist es – ausgehend von den konkreten Erfahrungen an den einzelnen Schulen – Merkmale eines „guten“ Religionsunterrichts in der Pubertät herauszukristallisieren. Diese Ergebnisse geben Hinweise zur Auswahl der Themen, zur Gestaltung der Beziehungsebene und zur Methodik des Unterrichts. |
Insgesamt will das Projekt „Religionsunterricht in der Pubertät“ Kolleginnen und Kollegen ermutigen - neben der realistischen Wahrnehmung der Probleme von Lehren und Lernen in der Pubertät - die besonderen religionspädagogischen Chancen des Übergangs von der Kindheit ins Erwachsenendasein zu entdecken.
Projektleitung:  | 2001 - 2003: Dr. Uwe Böhm
|  | 2003 - 2006: Manfred Schnitzler |
Kontakt:
Manfred Schnitzler
Tel: 0711 - 45 804-64
Fax: 0711 - 45804-77
eMail
ptz Stuttgart
Grüninger Str. 25
70599 Stuttgart 
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