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Pädagogisch-Theologisches Zentrum

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ptz Kollegium
© Müllerschön

 

 

© Bernd Müllerschön

Steine

Steine können vom Herzen fallen.

Herzen und Gesichter können versteinern.

Wege können steinig sein, manches zum Steine erweichen.

Stetes Tropfen soll den Stein höhlen –
wenn auch langsam, nach und nach.

Manche können schlafen wie ein Stein. Andere schwören Stein und Bein.

Wer im Glashaus sitzt soll keine Steine werfen.

Manche lassen trotzdem keinen Stein auf dem anderen.

Wieder andere drehen jeden Stein um – weshalb auch immer.

Andere gehen über Stock und Stein – mit welchem Ziel?

Den ersten Stein werfen ist alles andere als ein guter Rat.

Und den Stein, den man nicht heben kann,
soll man am besten liegen lassen.

Den ersten Stein werfen ist alles andere als ein guter Rat.

Und den Stein, den man nicht heben kann, 
soll man am besten liegen lassen.

Ist es wirklich gut, 
wenn man das Böse in Stein und das Gute in Staub schreibt?

Und gewinnt man durch Arbeit immer Feuer aus Steinen?

Ein Stein, der in den Sumpf geworfen wird, zieht keine Kreise.

Steine erweichen ist alles andere als ein Kinderspiel.

Und: Kann sich ein Stein erbarmen?
Und was, wenn Steine schreien könnten?

Man kann aber auch Steine ins Rollen bringen.

Und ein Stein wurde weggewälzt.

Als Zeichen der Hoffnung.

Gegen die Endlichkeit.

Gegen Machtlosigkeit und Machtgehabe.

Gegen Zerstörung – für das Leben.

Hoffnung – es geht weiter und nicht ins Nichts.

Zuversicht – über das Vorfindliche hinaus.

 

Frohe Ostern –

auch wenn nicht gleich alle Steine aus dem Weg geräumt sind.


Kirchenrat Stefan Hermann

Leiter des Referates 2.1 im Evangelischen Oberkirchenrat

Direktor des ptz